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Hinweise zu Minijobs

Ferien sind für viele Jugendliche das schönste an der Schulzeit. Aber was tut man, wenn das Taschengeld schon nach kurzer Zeit aufgebraucht ist?

Insbesondere die Sommerferien können dazu genutzt werden, mit Ferienjobs das Taschengeld aufzubessern. Im folgenden Artikel möchten wir Euch ein paar der wichtigsten Fragen zum Thema „Minijob“ beantworten.

  1. Was ist ein Minijob?
  2. Ab welchem Alter darf man arbeiten?
  3. Was kann man verdienen?
  4. Wo kann ich einen Minijob finden?
  5. Wo kann ich mehr erfahren?

Hinweis: Den gesetzlichen Rahmen für Ferienjobs Minderjähriger bildet das Jugendarbeitsschutzgesetz. Dort sind die Bedingungen geregelt, unter denen Ihr arbeiten dürft.

  

1. Was ist ein Minijob?

Auch wenn wir Dir durchaus Minijobs und Praktika in den Ferien empfehlen, ist die Zeit vor allem da, um Spaß zu haben und sich vom Schulstress zu erholen. Am Ende bleiben Dir also meist nicht mehr als ein paar Wochen im Jahr, in denen Du arbeiten kannst. Allein aufgrund des zeitlich festgelegten Rahmens handelt es sich daher um Minijobs.

Abgesehen davon darfst Du „regelmäßig nicht mehr als 450 Euro im Monat“ verdienen. (Minijob-Zentrale, 2017)[1] Was das genau heiß, erklären Dir die Arbeitgeber im konkreten Einzelfall oder Du fragst einfach bei Deiner Agentur für Arbeit nach.

 

2. Ab welchem Alter darf man arbeiten?

Das Arbeiten unter 13 Jahren ist nicht erlaubt

Mit Einwilligung der Eltern sind leichte Aushilfstätigkeiten mit einem Alter ab 13 Jahren möglich

Ab 13 Jahren hast Du die Möglichkeit, kleine Arbeitsaufträge zu bewältigen. Du Kannst täglich für 2 Arbeitsstunden beschäftigt werden. Solche Arbeiten dürfen aber nur maximal an 5 Wochentagen getätigt und bei bestimmten Arbeitsstellen ausgeführt werden. Damit Du Geld verdienen kannst, sind Deine Eltern verpflichtet, die jeweilige Tätigkeit zu genehmigen. Während der Arbeit darfst Du keinen Zugang zu Alkohol sowie Tabak haben und musst vor jeglichen Gefährdungen geschützt sein.

Zulässige Beschäftigungen für Jugendliche ab 13 Jahren:

  • Austragen von Zeitungen, Zeitschriften, Anzeigenblättern, und Werbeprospekten
  • Tätigkeiten in privaten und landwirtschaftlichen Haushalten
  • Tätigkeiten im Haushalt und Garten
  • Botengänge
  • Betreuung von Kindern
  • Nachhilfeunterricht
  • Betreuung von Haustieren
  • Einkaufstätigkeiten (auszuschließen sind alkoholische Getränke und Tabakwaren)
  • Tätigkeiten in landwirtschaftlichen Betrieben
  • Unterstützung bei der Ernte, Feldbestellung
  • Selbstvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse
  • Versorgung von Tieren
  • Unterstützung bei sportorientierten Einrichtungen/Veranstaltungen
  • Tätigkeiten bei nichtgewerblichen Aktionen und Veranstaltungen der Kirchen, Religionsgemeinschaften, Verbände, Vereine und Parteien (leichte und geeignete Arbeiten sind bedingt)

Ab 15 Jahren darfst Du 40 Stunden pro Woche arbeiten

Mit einem Alter von 15 Jahren stehen Dir 40 Stunden Arbeit pro Woche zu. Somit umfasst ein Arbeitstag 8 Stunden. Zu beachten ist dennoch, dass die Arbeitsstunden nur an maximal 5 Wochentagen getätigt werden können.

Am Wochenende gilt ein generelles Arbeitsverbot, welches allerdings einige Ausnahmen beinhaltet. Beispielsweise darfst Du in „offenen Verkaufsstellen“ (Bäckerei, Supermarkt, Kiosk,…) sowie in Krankenhäusern am Samstag arbeiten. Im Gaststättengewerbe, in Reparaturwerkstätten und beim Sport ist dies ebenfalls gestattet. An Sonntagen ist gesetzlich festgeschrieben, dass Du nur im Gaststättengewerbe und in Krankenhäusern arbeiten darfst.

Besondere Regeln zur Pausenzeit

Als Jugendliche/r beträgt Deine Pausenzeit bei einer Arbeitsdauer von 4,5 bis 6 Stunden mindestens 30 Minuten. Arbeitest Du länger als 6 Stunden beträgt Deine Pausenzeit sogar mindestens 60 Minuten.

 

3. Was kann man verdienen?

Da Du monatlich nur 450 € im Minijob verdienen darfst, müsste die Frage eher heißen, wie schnell kannst Du die 450 € verdienen.

Der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 € gilt grundsätzlich auch für Minijobs. Demzufolge müsstet Du in einem Monat maximal 50,9 Stunden arbeiten, um auf 450 € zu kommen. (Deutscher Gewerkschaftsbund, 2018)[2]

Leider gilt das Mindestlohngesetz erst ab einem Alter von 18 Jahren. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2017)[3] In diesem Fall, kann also auch ein niedrigerer Stundenlohn gezahlt werden. Je nachdem, wie oft und wie lange Du arbeiten kannst, hast Du 450 € aber nach zwei bis drei Wochen zusammen.

 

4. Wo kann ich einen Minijob finden?

Meistens hilft Dir eine einfache Suche im Internet schon weiter. Häufig schreiben Unternehmen Minijobs aber auch im Schaufenster aus. Unser Tipp: Bereite ein paar Bewerbungsunterlagen vor und gehe mit offenen Augen durch die Haupteinkaufsstraße Deiner Stadt. Die Filialleiter freuen sich über Euer Engagement und Du erhältst gleich einen Eindruck davon, was Dich bei der Arbeit erwartet.

Die bekanntesten Anlaufstellen für Minijobs sind:

  • Lieferanten für Restaurants und Imbisse (häufig nur mit Mopedführerschein „Klasse AM“)
  • Servicekräfte in Restaurants
  • Lagerhelfer im Groß- und Einzelhandel
  • Unterstützung im Einzelhandel (Klamottenladen, Buchhandlung, Drogeriemarkt, etc…)
  • Aushilfen im Kino

Auch auf der JOBFACTORY besteht die Möglichkeit einen tollen Minijob zu finden. Sprecht einfach mit unseren Ausstellern oder schaut bei der Nebenjobbörse vorbei.

 

5. Wo kann ich mehr erfahren?

Der erste Ansprechpartner für Deine Fragen sollte die Agentur für Arbeit sein. Auf www.arbeitsagentur.de findest Du Antworten auf alle Fragen zu Schule, Ausbildung, Studium, Karriere und Weiterbildungen.

Spezielle Informationen zu Minijobs erhältst Du bei der Minijob-Zentrale unter: www.minijob-zentrale.de Wenn Du nicht so gern liest, findest Du auch einen tollen Kanal der Minijob-Zentrale auf YouTube. :-)

[1]Minijob-Zentrale (2017) „Unterscheidung 450 Euro und kurzfristig“, n.d., https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/01_basiswissen/01_grundlagen/03_unterscheidung_450_kurzfristig/node.html

[2]Deutscher Gewerkschaftsbund (2018) „Was bedeutet der Mindestlohn 2018 für den Minijob?“, 08.01.2018, http://www.dgb.de/was-bedeutet-der-neue-mindestlohn-2017-fuer-den-minijob

[3] Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2017) „Der Mindestlohn Fragen & Antworten“, Januar 2017, Bonn